medApps

Gesundheits- und Medizin-Apps gewinnen immer mehr an Bedeutung. Inzwischen ist das Angebot in den App-Stores unüberschaubar geworden und täglich kommen neue Anwendungen hinzu. Das Spektrum in diesem Bereich reicht von Ratgebern, Arzt-, Klinik- oder Apothekensuche, Medikamentenerinnerungen, Dokumentationssystemen bis hin zu Apps bei denen der Arzt integriert wird oder über das Smartphone selbst Messungen (z.B. des Blutdrucks) durchgeführt werden können. Bisher gibt es keine offizielle Instanz, welche die Qualität medizinischer Apps misst und bewertet. Auch ein einheitliches Gütesiegel existiert aktuell noch nicht. Erste Ansätze zur Qualitätskontrolle bilden sich allmählich heraus. Von Experten der „Initiative Präventionspartner” wurde in Zusammenarbeit mit der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft ein "Ehrenkodex für Gesundheits-Apps" entwickelt. Der Kodex stützt sich auf sieben einfach überprüfbare Kriterien, die sich an bereits etablierten Standards für Gesundheitskommunikation orientieren (HON-Code, afgis-Siegel) und gibt dem Nutzer somit Aufschluss über die Vertrauenswürdigkeit und Seriosität einer Gesundheits-App. Anbieter können sich freiwillig zur Einhaltung dieser Standards verpflichten und die Online-Community kann Verstöße melden.
Auf den folgenden Seiten finden Sie neben Handlungsempfehlungen für den privaten Gebrauch auch konkrete Beispiele von seriösen Medizin- und Gesundheits-Apps.

Lesen Sie hierzu auch:

• CHARISMHA - Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps
Albrecht, U.-V. (Hrsg.), Medizinische Hochschule Hannover, 2016.
Die Nutzungsmöglichkeiten gesundheitsbezogener Apps reichen von Wellness-Anwendungen bis zu Programmen für Diagnostik und Therapie. Verschiedene Akteure im Gesundheitswesen setzen unterschiedliche Hoffnungen in den Einsatz von mHealth.
Smartphones und Apps sind zu selbstverständlichen Begleitern mit persönlichem Zugang zu allen Lebensbereichen geworden. Gesundheits-Apps haben das Potenzial das Gesundheitswesen zu verändern. Der gerechtfertigte Einsatz der Technologie macht eine Nutzen- und Risikoabwägung notwendig, die eine medizinische, ethische, rechtliche, ökonomische und politische Diskussion bedingt. Die CHARISMHA-Studie bildet die Grundlage in Form einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme zum Thema und bietet eine erste Analyse mit der Identifizierung von Handlungsfeldern sowie Handlungsoptionen.
Komplette Studie zum Herunterladen unter: www.charismha.de

• Studie: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) SPOTLIGHT Healthcare - Health apps (Nr. 2/2016)
What relevance do health apps have for healthcare provision in Germany?

• Interview von Christoph Drösser (Die Zeit) mit dem Berliner Arzt Markus Müschenich:
"Eine App kann wirken wie ein Medikament"

• Fachartikel: Moderne Softwareentwicklung und Gesundheits-Apps: Ein Widerspruch?
von Dr. Alexander Bunkenburg, Dr. Joachim Neumann und Arne Briest
Gesundheits-Apps sind Programme, die auf Smartphones ausgeführt werden um Krankheiten zu erkennen, zu verhüten, oder zu lindern. Da viele Patienten ein Smartphone haben und dieses stets bei sich tragen, können Gesundheits-Apps sowohl dem Patienten helfen, als auch dazu beitragen, Kosten im Gesundheitswesen zu senken. In diesem Artikel gehen wir auf die rechtlichen und technischen Herausforderungen bei der Entwicklung von Gesundheits-Apps ein und zeigen Wege auf, Methoden moderner Softwareentwicklung konform mit den rechtlichen Anforderungen einzusetzen. Für Hersteller von Gesundheits-Apps sprechen wir konkrete Empfehlungen aus und zeigen Methoden auf, welche in die Standardvorgehensweisen des Qualitätsmanagementsystems aufgenommen werden sollten.

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