Anwender stellen sich vor

Monatlich erfahren Sie hier, wie Anwender durch Telemedizin geholfen werden kann.

Anwenderbeispiel – Elektronische Dokumentation im Rettungsdienst:

Jutta ist 39 Jahre alt und bereits seit vielen Jahren im Rettungsdienst in Bayern tätig. Seit geraumer Zeit kann Sie jedoch eine zunehmende Veränderung in den altbekannten Abläufen feststellen. Alles wird digitaler. Zunächst noch skeptisch, ist Jutta heute absolut begeistert von den Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben.

Anwenderbeispiel

Foto © medDV GmbH

Begonnen hatte alles mit der Ausstattung der bayerischen Rettungsfahrzeuge mit dem sogenannten NIDApad. Mit diesen handlichen Tablet-PCs soll die Dokumentation der medizinischen Einsatzdaten vereinheitlicht und digitalisiert werden. Für Jutta und ihre Kollegen war es am Anfang schon etwas ungewohnt, die Dokumentation, die während der Einsatzdauer anfällt, statt wie gewohnt handschriftlich festzuhalten, nun in ein Tablet-PC einzugeben.

Schnell haben sich aber die theoretischen Vorteile auch in der Realität gezeigt. Denn neben der automatischen Übernahme von erhobenen Daten von Geräten wie dem EKG oder einem Beatmungsgerät per Bluetooth, kann der Patient beispielsweise auch anonymisiert im angesteuerten Krankenhaus vorangemeldet werden. Aber besonders die große Zeitersparnis ist für Jutta ein wesentlicher Punkt. Musste sie früher noch vier Seiten Papier mit dreifachem Durchschlag als präklinisches Notfallprotokoll handschriftlich erstellen und bei der Patientenübergabe im Krankenhaus die dokumentierten Informationen in einem mündlichen Gespräch klären, so entfällt dies heute fast gänzlich durch die digitale Datenerhebung und Verarbeitung. Auch die zusätzlich notwendige Dokumentation der Abrechnungsdaten erfolgt nun auf elektronischem Wege – genauso wie die Verrechnung mit der Zentralen Abrechnungsstelle.

Aber nicht nur für Jutta ist die elektronische Datenerfassung von Vorteil. Besonders profitieren davon auch die Patienten, wie sich im weiteren Verlauf zeigt. Durch die digitale Datenerfassung und Übermittlung können Systembrüche und sich dadurch ergebende Fehler vermieden werden. Auch kann entscheidende Zeit bei der Aufnahme des Patienten in der Klinik eingespart und somit zügiger mit seiner Behandlung begonnen werden.

Was mit einer bloßen Anzeige des nächsten in der Notaufnahme eintreffenden Patienten begonnen hat, wird nun bereits weiter ausgebaut. Die ersten Kliniken ermöglichen es, durch die Bereitstellung der notwendigen technischen Schnittstelle zwischen den Systemen im Rettungs- und Krankenhausdienst, die im Rettungswagen erhobenen Patientendaten an das Krankenhaus-Informationssystem zu übermitteln, wo sie für eine patienten- und ressourcenorientierte Vorbereitung zur Verfügung stehen. So können beispielsweise Räume und Geräte sowie das entsprechende Fachpersonal bis zum Eintreffen des Patienten gezielt geplant und wichtige Informationen zur Vorgeschichte oder zu Diagnosen durch die Einsicht in seine Patientenakte berücksichtigt werden.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Team der Bayerischen Telemedallianz sehr gerne zur Verfügung.