Anwender stellen sich vor

Monatlich erfahren Sie hier, wie Anwender durch Telemedizin geholfen werden kann.

Anwenderbeispiel – Telemedizinische Beratung:

Dieter ist 47 Jahre alt und aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen seines Arbeitgebers vor einigen Monaten mit seiner gesamten Familie in die Schweiz gezogen. Da es seiner Tochter Emilie kürzlich nicht gut ging, lernte er einen Service kennen, den er so bisher nicht aus Deutschland kannte: die telemedizinische Beratung. Doch was verbirgt sich genau dahinter?

Anwenderbeispiel

Foto © fotolia.com #52107297

Um die Patientenflüsse besser steuern zu können, bieten die großen Krankenversicherungen in der Schweiz ihren Versicherten den Service der telemedizinischen Beratung. Dies ist eine Dienstleistung, die von verschiedenen Unternehmen angeboten wird. Sie umfasst u.a. die Beratung bei akuten Beschwerden mit einer Empfehlung zur Dringlichkeit einer Behandlung, die Beratung bei Fragen zu Krankheitssymptomen und -verläufen, Therapien und Prävention sowie die Vermittlung der entsprechenden Leistungserbringer. 1

Im Rahmen der Empfehlung der Behandlungsdringlichkeit ist meist von einer sog. medizinischen Triage die Rede. Das Wort Triage bedeutet „sortieren“. Diese erste telefonische Beratung bietet dem Versicherten den Vorteil, dass er im Notfall schnell und direkt eine gesicherte Rückmeldung ohne Fahrt- oder Wartezeiten erhält. Im Telefonat wird durch standardisierte Fragebögen ermittelt, ob tatsächlich ein medizinischer Notfall vorliegt, der Versicherte somit unverzüglich eine Notaufnahme, Notfall- bzw. Bereitschaftspraxis aufsuchen sollte, oder ob ggf. auch der Gang zum Hausarzt am Folgetag ausreicht.

In Ländern wie der Schweiz, England oder auch der Türkei wird das Triage-System über Telefon bereits erfolgreich umgesetzt. In Deutschland ist ein solches System derzeit noch nicht vorhanden bzw. denkbar. Dies liegt zum einen an den Strukturen innerhalb des Gesundheitswesens und zum anderen an den notwendigen rechtlichen Voraussetzungen. Aufgrund der hohen Kosten, die durch überfüllte Notaufnahmen bzw. die dortige Behandlung von Fällen, die eigentlich beim Hausarzt bzw. in einer Bereitschaftspraxis versorgt werden könnten, entstehen, ist jedoch auch in Deutschland ein deutlicher Bedarf zu erkennen, patente Lösungen zu etablieren, durch welche diese Bereiche entlastet werden können.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Team der Bayerischen Telemedallianz sehr gerne zur Verfügung.


1 vgl. www.medi24.ch/de/what-we-do