Anwendungsgebiet Telediagnostik

Telediagnostik bietet die Möglichkeit, einem räumlich distanzierten Facharzt Untersuchungsdaten zukommen zu lassen, um von diesem eine Diagnose durchführen zu lassen.

Die Untersuchungsdaten beinhalten meist medizinisches Bildmaterial, welches dem konsultierten Arzt übermittelt wird. In einem solchen Fall spricht man in Fachkreisen von der bildgestützten Telediagnostik. Diese Art von Telediagnostik findet in den Bereichen der Teleradiologie oder der Telepathologie häufig Anwendung. Die Ferndiagnose wird dabei meist innerhalb einer Telekonferenz durchgeführt, wofür die sogenannte CSCW-Technik (Computer Supported Collaborative Work) zum Einsatz kommt, was der Ärztefachschaft gleichzeitig eine gemeinsame Begutachtung der Untersuchungsergebnisse ermöglicht. Der Standard-Bilddatenformat DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) bildet die Grundlage für einen system- und herstellerunabhängigen Datenaustausch medizinischen Bildmaterials zwischen räumlich distanzierten medizinischen Anlaufstellen. Auf Basis des DICOM-Formats können Zusatzinformationen, die in der medizinischen Anwendung zu einem Bild gehören übermittelt und das entsprechende Bildmaterial standardisiert verfügbar gemacht werden.