Recht & Finanzierung

EBM-Ziffer in GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Nach §87 Abs. 2a SGB V hatte der Bewertungsausschuss die Aufgabe bis zum 31.10.2012 zu prüfen, „in welchem Umfang ambulante telemedizinische Leistungen erbracht werden können“. „Auf dieser Grundlage beschließt er bis spätestens zum 31. März 2013, inwieweit der einheitliche Bewertungsmaßstab [EBM] für ärztliche Leitungen anzupassen ist. Bisher ist es hier noch zu keinem Ergebnis gekommen und somit ist auch eine Abrechnungsziffer im Rahmen des EBM noch nicht verfügbar.

Selbstzahlerleistung
Eine Möglichkeit der Vergütung telemedizinischer Angebote/Leistung ist die Bezahlung durch den Patienten selber. Dieser zahlt für die telemedizinische Dienstleistung direkt an den Anbieter.

Disease Management Programme (DMP)
Im Rahmen der sogenannten strukturierten Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme, kurz: DMP; §137f-g SGB V) wäre eine Vergütung für telemedizinische Leistungen, wie z.B. das Telemonitoring bei Patienten mit Herzinsuffizienz möglich. Diese Behandlungsprogramme werden von den Krankenkassen selbst organisiert und angeboten. Die Krankenkassen bekommen hierfür aus dem Gesundheitsfond für jeden in ein DMP eingeschriebenen Patienten eine so genannte Programmkostenpauschale.

§ 140ff SGB V Integrierte Versorgung
Bisher werden viele telemedizinische Anwendungen im Rahmen von sogenannten Verträgen zur integrierten Versorgung (§140ff SGB V) durchgeführt. Durch diese können Patienten über Sektorengrenzen hinweg bzw. durch fachübergreifend vernetzte Strukturen qualitätsgesichert versorgt werden. Es schließen sich hierbei verschiedene Leistungserbringer zusammen und schließen einen entsprechenden Vertrag mit den Krankenkassen ab. Durch die integrierte Versorgung bzw. die hierdurch vorhandene Vernetzung verschiedener Leistungserbringer ist es möglich z.B. Volkskrankheiten wie. Diabetes mellitus oder Bandscheibenerkrankungen, die einen teilweise komplexen Behandlungsprozess nach sich ziehen, auf Grund der Vielzahl an Beteiligten, übersichtlich, zielgerichtet und ohne nötige Mehrfachuntersuchungen etc. behandeln zu können.
Im Rahmen dieser Verträge zur Integrierten Versorgung kommen auch telemedizinische Anwendungen zum Einsatz.